Erektionsprobleme bei jungen Männern

Erektionsprobleme bei jungen Männern
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Unter Impotenz (erektile Dysfunktion) versteht man eine länger andauernde sexuelle Störung, bei der ein Mann über einen längeren Zeitraum (man spricht von etwa einem halben Jahr) und verschiedene Situationen hinweg keine Erektion (mehr) bekommt. Erektionsstörungen können Männer jeden Alters betreffen und je nach Alter kommen verschiedene Ursachen in Betrachung.

Kommt Impotenz häufig bei jungen Männern vor?

Das Risiko an Potenzstörungen zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. Es ist jedoch ein Trend zu beobachten, dass auch immer mehr junge Männer mit Impotenz zu kämpfen haben. Entsprechende Studien zeigen, dass fast 25% der untersuchten Männer, die wegen ED in Behandlung sind, jünger als 40 Jahre ist. Fast die Hälfte davon muss sich mit schwerwiegenden Potenzproblemen herumschlagen. 

Zu den Ursachen 

Richtig ist, dass körperliche Ursachen von erektiler Dysfunktion bei jungen Männern seltener vorkommt, doch sie können ebenso wie psychische Ursachen Auslöser der Probleme sein. Zu den körperlichen Ursachen gehören:

  • Durchblutungsstörungen
  • Schädigung des Schwellkörpers
  • hormonelle Störungen
  • Schädigungen am Nervensystem

Untersuchungen haben ergeben, das vor 25 Jahren Männer zwischen 20-40 Jahren ca. 70 Prozent mehr Sex als heutzutage. Der Rückgang ist vor allem mit einer Veränderung des Lebensstils zu erklären, mit steigenden beruflichen Anforderungen an junge Männer und dem einhergehenden Stress  – der zu Potenzproblemen führen kann.

Ist der Körper gestresst, schüttet er vermehrt Stresshormone wie Kortisol aus, dass sich ab einer bestimmten Blutspiegelkonzentration negativ auf die Libido auswirken kann. Vor allem chronische Überlastung hat einen negativen Einfluss auf den gesamten Körper und kann so die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dies gilt für beruflichen wie privaten Stress, der in Form von Beziehungsproblemen, Ängsten, negativen sexuellen Erfahrungen oder Ähnlichem auftreten kann.

Weitere Risikofaktoren für Impotenz / erektile Dysfunktion sind:

  • Übergewicht und Adipositas
  • Rauchen
  • ungesunde, zu fetthaltige Ernährung
  • häufiger Alkoholkonsum ständige
  • Übermüdung
  • Depressionen

Impotenz Jung 4 in Erektionsprobleme bei jungen Männern

Hinzu kommt, dass Impotenz – selbst wenn sie eine physische Ursache hat – schnell zum mentalen Problem werden und Selbstunsicherheit und Versagensangst hervorrufen kann, welche die Symptomatik noch verstärken.

Wissenschaftler diskutieren noch weitere Ursachen für Impotenz bei jungen Männern. Dazu gehört unter anderem ein übermäßiger Pornokonsum, der heute dank dem Internet sehr schnell und einfach möglich ist. Der Konsum von Pornos kann sich auf die Erwartungen an die eigene Sexualität auswirken und einen hohen Erfolgsdruck aufbauen.

Studien zufolge gibt es darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen anhaltender erektiler Dysfunktion und häufig wechselnden Sexualpartnern. Schließlich kann Impotenz als Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten auftreten. Einen negativen Einfluss auf die Potenz können beispielsweise folgende Arzneimittel haben:

  • Antidepressiva
  • Anti-Epileptika
  • Beruhigungs- und Schlafmittel
  • Betablocker
  • Diuretika (harntreibende Arzneimittel)
  • Hormone (zum Beispiel zur Behandlung von Akne, Haarausfall oder Prostatakrebs)
  • Neuroleptika (zur Behandlung von psychischen Erkrankungen)
  • Ritalin (Arzneimittel zur Behandlung von ADHS und Narkolepsie)
  • Schmerz- und Rheumamittel

Impotenz Hinweis auf andere Erkrankungen

Erektionsstörungen können auch Hinweise auf andere Erkrankungen sein. Besonders Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, die Koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall haben häufig einen direkten Zusammenhang mit Impotenz. Insofern ist dies ein wichtiges Warnsignal um bestimmte Erkrankungen zu erkennen und frühzeitig behandeln zu lassen.

Oftmals sind Potenzstörungen eine Folge bzw. ein Anzeichen für Diabetes mellitus oder einen niedrigen Testosteronspiegel. Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson können ebenfalls mit einer ED einhergehen. Weitere Erkrankungen, auf die eine Impotenz hindeuten könnte, sind Schädigungen des Rückenmarks (wie bei der Querschnittslähmung oder einem Bandscheibenvorfall) und Verletzungen des Schwellkörpers.

Impotenz Jung 3 in Erektionsprobleme bei jungen Männern

Wir wird Impotenz bei jungen Männern behandelt

Es gibt diverse Ansätze, Erektionsprobleme bei jungen Männern zu behandeln. die einfachste und schnellste Methode ist die Behandlung mit Medikamenten. Welches der Potenzmittel wie Viagra, Cialis oder Levitra erfolgreich hilft, muss jedoch erst durch testen herausgefunden werden. Diese Medikamente enthalten einen Wirkstoff, der das Enzym PDE-5 in den Schwellkörpern des Penis unterdrückt.

Das Enzym verhindert, dass sich der Penis entspannen kann, sodass Blut hinein fließt und eine Erektion entstehen kann. Die Behandlung durch Potenzmittel eignet sich sehr gut für schnelle Erfolge. Zudem wird Männern die Versagensangst genommen und Kopfprobleme gelöst. Potenzmittel sind damit oft eine Grundlage für eine mögliche weiterführende Behandlung.

Eine weitere Behandlung kann dann sinnvoll sein, wenn die Potenzstörungen bei jungen Männern auf einen überhöhten Pornokonsum zurückzuführen ist. Zwar wirken bei diesen Männern ebenfalls die oben genannten PDE-5-Hemmer, doch das eigentliche Problem wird dadurch nicht gelöst. Dafür kommt eine umfassende Sexualtherapie mit einem entsprechend ausgebildeten Therapeuten in Frage.

Eine Veränderung des Lebensstils kann Erektionsstörungen mindern. Hilfreich sind:

  • konsequente Ruhephasen
  • regelmäßiger Sport
  • Entspannungsprogramme (wie Autogenes Training)
  • gesunde, ausgewogene und cholesterinarme Ernährung
  • Verzicht auf Rauchen
  • Geringer Alkoholkonsums

Des weiteren gibt es noch spezielle Beckenbodenübungen und natürlich regelmäßig Sex, wodurch die Penisdurchblutung gefördert wird und der Testosteronspiegel sich erhöht. Das hat positive Auswirkungen auf das subjektive Wohlbefinden und auch auf die Standfestigkeit und das Durchhaltevermögen des Penis beim Sex. Als weitere Behandlungsmethoden kommen in Frage:

  • Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT)
  • Mediated Urethral System (MUSE)
  • Vakuum-Erektionshilfen (umgangssprachlich als Penis-Pumpe bezeichnet)
  • operative Einpflanzung eines Schwellkörpers

Welche Behandlung individuell für Sie am Besten ist, hängt von mehreren Faktoren ab und sollten Sie zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden.

 

Quellen:

One Patient out of four with newly diagnosed erectile dysfunction is a young man. Paolo Capogrosso MD et al (2013). URL: onlinelibrary.wiley.com

Sexual Dysfunctions among young men: prevalence and associated factors. Anais Mialon, MD et al; (2012)m Journal of Adolescent Health. URL: sciencedirect.com 

Behandlung (Therapie) der ED. Selbsthilfegruppe erektile Dysfunktion (Impotenz). URL: selbsthilfe-impotenz.com

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Erektionsprobleme bei jungen Männern
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Immer häufiger ist Impotenz (Erektionsstörungen) bei jungen Männern zu beobachten. Warum das so ist und wie Impotenz erfolgreich behandelt werden kann erfahren Sie hier.
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